PHP steht, meines Wissens, bei jeder Unix*-Distribution zur Verfügung. Manchmal möchte man jedoch aus unterschiedlichen Beweggründen die aktuellste Version einsetzten und hier muss man meistens den manuellen Weg einschlagen. Sprich selbst Kompilieren. Ich will hier nicht zu sehr ins Detail gehen, sondern kurz und knapp aufzeigen wie man PHP unter Ubuntu bzw. Debian-Derivaten installiert.
Ich gehe zunächst davon aus das Apache 2.2.x als Web-Server ohne Thread-Unterstützung (prefork) eingesetzt wird. Falls der Webserver nicht selbst kompiliert sondern mit den Paket-Manager der Distribution installiert wurde, sollte man, falls noch nicht geschehen, noch das Packet apache2-prefork-dev nachinstallieren.
PHP möchte ich mit folgendem Modulen installieren:
[PHP Modules]
bcmath
bz2
Core
ctype
curl
date
dom
ereg
fileinfo
filter
gd
hash
iconv
intl
json
libxml
mbstring
mcrypt
mysql
mysqli
mysqlnd
openssl
pcre
PDO
pdo_mysql
pdo_sqlite
Phar
posix
Reflection
session
SimpleXML
soap
SPL
SQLite
sqlite3
standard
tokenizer
xdebug
xml
xmlreader
xmlwriter
xsl
Für diese Module benötigt PHP bzw. benötigen die jeweligen Extensions noch die entsprechenden Header-Dateien. Diese installiere ich in diesem Fall über den Paket-Manager.
apt-get install libxml2-dev libssl-dev libbz2-dev libcurl4-gnutls-dev libjpeg8-dev libpng12-dev libfreetype6-dev libt1-dev libicu-dev gcc g++ libmcrypt-dev libxslt1-dev
Nun laden wir uns PHP von der offizielle Homepage runter und entpacken die Datei. Bevor wir jetzt anfangen PHP zu installieren, müssen wir erstmal den Pfad zu apxs mit dem Befehl whereis ermitteln. In meinem Fall lautet der Pfad /usr/local/apache2/bin/apxs. Nach dem wir nun den Pfad zu apxs haben, können wir auch mit der Installation beginnen. Wir wechseln in das entpackte PHP Verzeichnis und führen folgendes Kommando aus:
./configure \
--with-apxs2=/usr/local/apache2/bin/apxs \
--enable-soap \
--with-pear \
--with-xsl \
--with-curl \
--disable-short-tags \
--with-pcre-regex \
--with-openssl \
--with-zlib \
--enable-bcmath \
--with-bz2 \
--with-gd \
--with-jpeg-dir \
--with-png-dir \
--with-freetype-dir \
--with-t1lib \
--with-xpm-dir \
--enable-gd-native-ttf \
--enable-gd-jis-conv \
--enable-intl \
--enable-mbstring \
--with-mcrypt \
--with-mysql=mysqlnd \
--with-mysqli=mysqlnd \
--with-pdo-mysql=mysqlnd \
--enable-sqlite-utf8 \
--with-iconv-dir \
--enable-zip
Ist configure durchgelaufen, führt man noch die Befehle make und make install aus. Das sollte es auch gewesen sein. Zumindest mit der Installation.